Kinderpsychotherapie

Psychotherapeutische Behandlung

 


Wann ist Psychotherapie sinnvoll?

Wann ist Therapie Sinnvoll?

Schwierige Phasen im Leben mit Kindern und Jugendlichen kennen alle Eltern. Aber wann ist es sinnvoll, psychotherapeutische Hilfe aufzusuchen? Man will ja nicht aus einer Mücke einen Elefanten machen, aber auch nicht eine notwendige Hilfsmaßnahme unterlassen.

 

Die sogenannten kritischen Phasen sind oft Anzeichen wichtiger Entwicklungsschritte im Leben von Kindern und Jugendlichen. Oft wirken die vorhandenen Ressourcen hilfreich, um solche Krisen zu überwinden und zu einem seelischen Gleichgewicht zurück zu finden.

 

Wenn Sie jedoch anhaltend Ängste, depressive Verstimmungen, aggressives Verhalten oder Rückzugstendenzen bei Ihrem Kind beobachten, wenn aus Konflikten ein Dauerkonflikt wird und körperliche Beschwerden zunehmen, dann ist es sinnvoll, professionelle Hilfe aufzusuchen. Auch jede andere Sie beunruhigende Veränderung an Ihrem Sohn/ Ihrer Tochter darf gern Anlass sein, Unterstützung bei einer Fachpraxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie zu suchen.

Wie kommt es zu einer Entscheidung zur Psychotherapeutischen Behandlung?

Wann ist Therapie Sinnvoll?

Zunächst geht es beim analytischen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten in den ersten Stunden, den sogenannten probatorischen Sitzungen, darum, herauszufinden, ob Ihr Kind fachliche Hilfe in Form einer Psychotherapie braucht oder ob andere Maßnahmen sinnvoll erscheinen.

 

Dazu führen die Psychotherapeuten Gespräche mit den Eltern und dem Kind/ Jugendlichen durch. Spiel- Beobachtungen und verschiedene Testverfahren gehören in der Regel ebenfalls zur Psychodiagnostik. Die Symptomatik Ihres Kindes im Kontext seiner Entwicklungsgeschichte und seiner aktuellen Lebenssituation zu verstehen, ist Ziel der Diagnostik. Dabei gehen wir davon aus, dass Symptome Ausdruck von seelischer Not und auch Versuche einer Selbstheilung sein können.

 

Eine körperliche Untersuchung durch einen hinzugezogenen Arzt klärt ab, ob körperliche Ursachen an der Erkrankung beteiligt sind. Ziel einer Psychotherapie ist es, die leidvollen Symptome möglichst überflüssig werden zu lassen und die Persönlichkeitsentwicklung Ihres Kindes zu stärken.

Was geht nun vor in einer analytischen Psychotherapie?

In der analytischen Psychotherapie wird davon ausgegangen, dass besorgniserregendes Verhalten und auch andere Symptome eines Menschen in unbewussten, unverarbeiteten innerseelischen und zwischenmenschlichen Konflikten begründet sein können.

 

Die Grundlage einer hilfreichen analytischen Behandlung ist deshalb die vertrauensvolle Beziehung, der Kontakt zwischen Therapeut, Kind und dessen Eltern. Der Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut hat Schweigepflicht. Der analytische Kinderpsychotherapeut nimmt das Kind mit seinen Symptomen und Schwierigkeiten erst einmal so an, wie es ist und fordert das Kind nicht auf, über Dinge zu sprechen oder Dinge zu tun, zu denen es nicht oder noch nicht bereit ist.

 

In der analytischen Kinderbehandlung (und oft auch in der Behandlung jüngerer Jugendlicher) drückt das Kind sein inneres Erleben, das es in Worten kaum darstellen kann, überwiegend im Spiel, durch Malen, Gestalten, Rollenspiel oder in anderen Aktivitäten aus und bringt so sein inneres konflikthaftes Erleben “zur Sprache”. Dabei werden gemeinsam bewußte und unbewußte Bedürfnisse, Denken, Fühlen und Handeln in der “Außenwelt” verstanden.

 

Wann ist Therapie Sinnvoll?

Die analytische Psychotherapie Ihrer Tochter oder Ihres Sohnes wird von Elterngesprächen begleitet. Hier haben sie die Möglichkeit über Ihr Erleben mit Ihrem Kind gemeinsam mit dem Therapeuten nachzudenken und finden Verständnis dafür, warum sie so oder so auf Ihr Kind reagieren und was anders werden kann. Dabei geht es dann oft auch um Ihre eigene Familiengeschichte, um Sie selbst oder um andere Familienmitglieder.

 

Eine Heilung der seelischen Erkrankung Ihres Kindes erfolgt so auch durch Veränderungen bei Ihnen und Ihrer Familie. Sie bekommen keine Verhaltensregeln, Rezepte oder Vorschriften, Ihnen werden auch keine Vorhaltungen gemacht, sondern Sie lassen sich so ein, wie es Ihnen entspricht und mit der Zeit werden Sie sich, Ihr Kind und Ihre Familie besser verstehen und Schwierigkeiten bewältigen. Der Erfolg einer Psychotherapie hängt u.a. von einer vertrauensvollen Beziehung ab, die sich zwischen dem Kind/ Jugendlichen und der/ dem Therapeutin/en entwickelt. Gleiches gilt für die Beziehung zwischen den Bezugspersonen und der/dem Psychotherapeutin/en, die begleitend zur Psychotherapie des Kindes regelmäßig Gespräche miteinander führen, um den Heilungsprozess des Kindes zu unterstützen.

Wer führt die Psychotherapeutische Behandlung durch?

Fachkräfte der VAKJP sind approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, die in den Verfahren analytische und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie für Kinder und Jugendliche ausgebildet sind. Behandelt werden können Kinder jeder Altersgruppe.

 

Eine Behandlung im Babyalter bei Einbeziehung der Bezugspersonen kann hilfreich sein; Kleinkinder, Kinder und Jugendliche und junge Erwachsene bis zu einem Alter von 21 Jahren können in der Praxis von analytischen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten behandelt werden. Therapeuten in Ihrer Nähe finden Sie unter Therapeutensuche.

Kosten einer Psychotherapeutischen Behandlung

Die Kosten für eine psychotherapeutische Behandlung bei einem niedergelassenen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Eine Überweisung ist nicht erforderlich; beim ersten Termin muss die Gesundheitskarte vorgelegt werden. Private Krankenversicherungen übernehmen in der Regel die Kosten ebenfalls; je nach vereinbartem Tarif ist die Kostenerstattung hier jedoch auf eine bestimmte Stundenanzahl pro Jahr oder auf eine bestimmte Summe begrenzt. Betroffene sollten sich vorab bei ihrer Versicherung nach den jeweiligen Bedingungen erkundigen.